Gerhard Radgen - Musik und Soziales

Wie kommt ein "Kärber" nach Berstadt?

Einfache Antwort: "Mit dem Auto."
Ganz so einfach war es aber nicht.
2015 wurde Gerhard Radgen vom Dekanat Wetterau in die "Region östliche Wetterau" nach Wölfersheim geschickt. In diese Region gehört auch ein kleines Dorf namens Berstadt. Die dortigen Kirchenmitarbeiter waren nach Aussage von anderen Hauptamtlichen unkooperativ und wollen mit den anderen Gemeinden nichts zu tun haben.... Das erinnert ein bißchen an ein gewisses gallisches Dorf...
Gerhard Radgen besuchte die dort ansässige Mitarbeitergruppe um sich selbst ein Bild zu machen.
Es gab keine Prügel sondern einen sehr freundlichen Empfang und er lernte die Berstädter Gastfreundschaft kennen. Nach dem ersten Treffen hatte er u.a. 1 Kilo mehr auf den Rippen, eine Einladung zur Kirmes und viele erlebnispädagogische Ideen im Rucksack. (Oreokekse und Gummibärchen gab es während der Treffen immer in ausreichender Menge.)
Kurz und gut: Man verstand sich auf Anhieb und so begann er zunächst im Konfiteam "Werwölfe" und im Kikiteam mitzuarbeiten.
In relativ kurzer Zeit wurde aus der dienstlichen Beziehung zu den Erwachsenen und Jugendlichen Teamern eine Freundschaftliche. Nach der Kirmes wurde der Sack praktisch zugebunden. Gerhard Radgen blieb auch nach seiner dienstlichen Weiterversetzung als ehrenamtlicher Teamer in Berstadt.
Besonders im Musikbereich konnte er dabei seine Stärken voll ausspielen.
Obwohl nicht geplant wurde er 2023 in den Kirchenvorstand berufen um sein Know how auch auf Leitungsebene einzubringen.
Das ging, da er inzwischen nicht mehr hauptamtlich für die Gemeinde arbeitete.
Über die Jahre ist Berstadt für ihn so etwas wie eine zweite Heimat geworden. Die Berschder Kirche ist inzwischen auch "Seine" und die Menschen sowieso.
Außerdem kann man in der wunderschönen Berstädter Kirche viele tolle Ideen realisieren.
In der Coronazeit hat er sogar ein Lied für Berstadt geschrieben. Das kann man bei Youtube hören und sehen.


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